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March 15 2014

Datenklau

Dass Daten nicht gestohlen werden, wenn jemand sie lediglich kopiert, haben wir schon unter → Raubkopie dargelegt. Totzukriegen ist das irrige Bild leider nicht und taucht derzeit in anderen Zusammenhängen wieder auf: Wenn „Cyberkriminelle“ E-Mail-Konten „knacken“, also die Zugangsdaten an sich … Weiterlesen

March 03 2014

Gefahrenlage, abstrakte

Unter Lage werden die Umstände verstanden, in denen sich jemand oder etwas befindet. Wenn Innenminister von einer G. reden, befinden wir uns dann alle in einer Gefahr? Und wenn ja, warum sagen die das dann nicht? Wollen sie eine Assoziation … Weiterlesen

February 27 2014

Vorsorgespeicherung, private

Mit schönen Worten lässt sich viel Hässliches verbergen. Zumindest für eine Weile, ganz so blöd sind die Leute ja dann doch nicht. Was nicht bedeutet, dass nicht trotzdem immer wieder einer probiert, sie für dumm zu verkaufen. Schon die → … Weiterlesen

February 24 2014

Hinweis, ernstzunehmender

Anlässlich des Champion-League-Finales sprach BKA-Präsident Jörg Ziercke von einem „ernstzunehmenden Hinweis“ auf ein möglicherweise geplantes Attentat. Dabei stellt sich die Frage, ob das BKA Hinweise auf Anschläge oder Terroristen auch mal nicht ernst nimmt. Aber wir schweifen ab. Worum es … Weiterlesen

February 20 2014

Neusprech-Top-Ten des Jahres 2013

Die am meisten gelesenen Begriffe im Neusprechblog 2013 waren: 1. Supergrundrecht 2. Freizügigkeitsmissbrauch 3. Protestwähler 4. Extremnutzer 5. Experte 6. Arbeitgeber 7. Niedriglohnsektor 8. beschäftigt, geringfügig 9. Exzellenzinitiative 10. Cyber-Außenpolitik Siehe auch die zehn Neusprechvokabeln 2012. Aufgelistet sind nur die … Weiterlesen

February 18 2014

Trennbank

Politik kann versuchen, Probleme zu lösen. Das dauert gern Jahrzehnte. Der beliebtere, weil schnellere Weg ist daher, Probleme irgendwo anders hin zu schieben. Die T. verschiebt ein Problem in der Hoffnung, dass es dort nicht mehr so unangenehm auffällt. Das … Weiterlesen

February 17 2014

bekennen, sich

In politischen Texten wie zum Beispiel in Koalitionsverträgen, grassiert derzeit ein ungewöhnlich verwendetes Verb: sich zu etwas b. Das hat etwas Religiöses, denn in der Regel bekennt sich jemand zu einem Glauben. Gelegentlich kann sich jemand auch zu einem Verbrechen … Weiterlesen

LaTeX in Word umwandeln

Wenn ich Bücher oder Artikel schreibe, benutze ich ja meistens das Schriftsatzsystem LaTeX. Hier ein paar Gründe:

  1. Ich bekomme ein schönes pdf (dank XeTeX kann ich auch bei den Schriftarten dabei alle Register ziehen, ich finde ja die TeX-Standard-Schriftart Computer Modern nicht so ansprechend).
  2. Die Literaturverwaltung mit bib(la)tex (und biber) funktioniert einwandfrei. Ich bekomme die richtigen bibliografischen Angaben direkt im Bibtex-Format aus den gängigen Datenbanken und natürlich aus Zotero, Google Scholar, BibSonomy usw. Außerdem habe ich für meine Interessengebiete schon größere Literaturdatenbanken in Bibtex.
  3. Querverweise funktionieren in Latex einwandfrei (ein großes Manko bei Pages).
  4. Ich benötige häufig komplizierte Sonderzeichen: Phonetische Zeichen sind dank UTF-8 zwar fast überall verfügbar, nur sehen sie meist typografisch merkwürdig aus. Außer in Latex ist es fast unmöglich, beliebige Zeichen zu kombinieren, was aber in linguistischen Arbeiten oft nötig ist, insbesondere wenn es um Dialekte geht.
  5. Die interlineare Übersetzung von exotischen Sprachen ist ohne Latex eine ziemliche Fummelei.
  6. Ich lasse mich vom Inhalt nicht durch Formatierungsfragen während der Texterstellung ablenken.

Das Problem ist aber, dass viele Herausgeber gern statt einer Latex-Datei eine Word-Datei haben möchten (manchmal „unformatiert“, häufig auf der Basis eines eigenen Stylesheets). Die Umwandlung von Latex zu Word ist eigentlich ganz einfach, wenn man weiß, wie es geht. Ich habe verschiedene Lösungen ausprobiert und nur eine scheint mir (trotz einer gewissen Komplexität) wirklich ohne Abstriche gangbar: Die Umwandlung vollzieht sich in drei Schritten:

tex4ht

Das Script htlatex kompliliert latex-Dateien mit dem Paket tex4ht. Auf der Kommandozeile gebe ich Folgendes ein:

htlatex Latexdatei.tex 'html,charset=utf-8,NoFonts'

Damit wird die Latexdatei in eine html-Datei umgewandelt. Mit der zweiten Option wird im Header dieser Datei vermerkt, dass es sich um eine UTF8-kodierte Datei handelt (was aber nicht stimmt, dazu gleich mehr). Die dritte Option unterdrückt die Angabe von Zeichensätzen in der html-Datei, denn die brauchen wir nicht, da die am Ende herausfallende Datei entweder „unformatiert“ sein oder einem Stylesheet entsprechen soll.

Korrekt in UTF8 umgewandelt würde die Datei mit folgenden Optionen (das Leerzeichen zu Beginn der zweiten Optionsgruppe ist wichtig):

htlatex Latexdatei.tex 'html,charset=utf-8,NoFonts' ' -cunihtf -utf8 -cvalidate'

Das führt aber dazu, dass die Datei auch Ligaturen enthält, was für die weitere Verarbeitung aber störend ist. Ohne die zweite Optionsgruppe ist die entstehende html-Datei (trotz anderer Information im Header) in ISO-8859-1 kodiert und enthält keine Ligaturen.

Kodierung korrigieren

Ich muss also die Kodierung korrigieren mit:

iconv -f ISO-8859-1 -t UTF-8 Latexdatei.html

Jetzt haben wir eine html-Datei in der richtigen Kodierung (entsprechend der Angabe im Header). Diese Datei kann ich natürlich als html-Seite veröffentlichen, was ich aber gar nicht möchte. Es ist vielmehr die Grundlage für die Weiterverarbeitung, die ich mir gar nicht anschaue.

pandoc

Die entstandene html-Datei kann ich jetzt in jedes beliebige Format umwandeln dank Pandoc. So ist es kein Problem, einfach ein schönes E-Book zu produzieren (epub oder gar epub3). Auch die Umwandlung in doc oder docx ist möglich. Ich gehe allerdings meist über einen Zwischenschritt und wähle odf, damit ich mir die Datei noch mal mit Open/LibreOffice ansehen und durchsehen kann, bevor ich sie als Word-Datei abspeichere und an den Herausgeber schicke.

Bevor jetzt jemand fragt: Die direkte Umwandlung von latex nach doc mit pandoc liefert keine auch nur im Ansatz zufriedenstellenden Ergebnisse. Insbesondere bekomme ich biblatex nicht richtig mit pandoc vermählt.

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February 04 2014

Feeds für den Mahacast

Einige haben mich gefragt, wo die Feeds für den Mahacast zu finden sind. Viele Podcastcatcher finden die nicht automatisch, wenn http://maha-online.de/ eingegeben wird (manche finden sie jedoch, wenn http://maha-online.de/blog/ eingegeben wird). Daher liste ich hier noch mal alle Feeds auf:

  1. Allgemeiner Podcastfeed (Screencast, Video): http://www.maha-online.de/blog/feed/podcast/,
  2. AAC-Audio (ohne Video/Screencast): http://www.maha-online.de/blog/feed/podcast-aac/,
  3. opus-Audio (ohne Video/Screencast): http://www.maha-online.de/blog/feed/podcast-opus/, Vorteil: ganz kleine Dateien/open source, wird aber nicht von allen Playern unterstützt,
  4. ogg-Audio (ohne Video/Screencast): http://www.maha-online.de/blog/feed/podcast-ogg/, Vorteil: open source, wird aber nicht von allen Playern unterstützt,
  5. mp3-Audio (ohne Video/Screencast): http://www.maha-online.de/blog/feed/podcast-mp3/, Vorteil: von so ziemlich allen Playern unterstützt,
  6. nur Blog (Text ohne Mahacasts): http://www.maha-online.de/blog/feed/,

Ich empfehle, den ersten Feed (default, Screencasts) für den mahacast und den letzten Feed für das Blog zu abonnieren. Die mittleren Feeds nur, wenn partout kein Video gewünscht ist. Für die Videos (Screencasts) habe ich jetzt auch einen Youtube-Channel.

Wichtiger Hinweis: Ende dieser Woche (6./7. Februar 2014) oder Anfang nächster Woche wird der Server wegen Wartungsarbeiten mal ein paar Stunden offline sein, also bitte nicht wundern! Am besten ladet ihr euch jetzt noch alles runter. :-)

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January 21 2014

Mahacast 1: Hackerspaces

Im letzten Blog-Artikel habe ich für meinen Vorlesungspodcast geworben. Nun halte ich ja hier und da Vorträge, die normalerweise nicht veröffentlicht würden. Da ich immer wieder gefragt werde, ob es nicht vielleicht doch eine Aufzeichnung gibt, habe ich mich entschlossen, dafür einen neuen Podcastfeed einzurichten. Der ist sozusagen die „Müllhalde“ für alles, was ich sonst nicht verwerten kann. Natürlich steht auch dieses Material unter der Creative Commons-Lizenz „share alike“, so dass es auch weiter genutzt werden kann. Es handelt sich in der Regel um Screencasts, vielleicht kommt auch mal Audio und normales Video hinzu. Mal sehen! Im Grunde ist dieser Feed für alles Mediale offen.

Mahacast 1 enthält einen Vortrag über Hackerspaces, den ich am 11. Januar 2014 im Backspace Bamberg gehalten habe. Hier ein paar Shownotes:

Über Feedback (und flattr-Clicks) freue ich mich natürlich.

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January 11 2014

Ersatz

Das Deutsche ist nicht sehr erfolgreich damit, Fremdwörter in andere Sprachen zu exportieren. Ein Begriff jedoch hat es weit gebracht, ausgerechnet einer aus einer auch sprachlich armen Zeit: der E. Er schaffte es unter anderem ins Französische, Englische, Spanische, Portugiesische, Russische und ins Ukrainische. Deutschland selbst wurde in dieser Zeit immer reicher und zumindest das Ersatzlebensmittel kam hierzulande aus der Mode. Doch neuerdings wird der E. auch hier wieder gern genommen, zumindest im Bahnsprech: Berlinern dürfte der Schienenersatzverkehr ein leidvoller Begriff sein, der eine nicht ganz korrekte Bezeichnung ist. Denn nicht die Schienen werden ersetzt, sondern der Schienenverkehr, der auf die Straße verlagert wird. Noch irrer treibt es die Deutsche Bahn im Fernverkehr: Dort fahren so genannte E.-züge, die – und jetzt kommt’s – gar keine Züge ersetzen. Der E.-Zug fährt zu einer Zeit, zu der sonst gar nichts führe: Die Bahn hat nämlich zu wenig rollendes Material: Weil sie zu wenig bestellte, noch weniger geliefert wurde und das auch noch verzögert. Um die Lücken im Fahrplan zu füllen, fahren nun alte, sehr viel schlechtere Züge. Ersetzt wird dabei nichts, da dort vorher nichts existierte. Der E. gaukelt vor, die Bahn sei eigentlich prima ausgestattet und habe nur gerade jetzt ein kleines Problem. Dabei ist das Problem viel größer und sicher nicht so bald behoben.

January 07 2014

Gefahrengebiet

Die Hamburger Polizei hat in mehreren Vierteln der Stadt eine Art Kriegsrecht verhängt. Verzeihung, wir haben uns im Ton vergriffen, sie hat natürlich ein G. eingerichtet. Die Auswirkungen sind allerdings ähnlich: grundlose Ausweiskontrollen und Durchsuchungen, Platzverweise wegen Nichtigkeiten, Generalverdacht, Versammlungsverbot, keine rechtsstaatliche Kontrolle der Schikanen. Begründet wird diese Verletzung von Grundrechten mit einem Hamburger Polizeigesetz. Dort heißt es: „Die Polizei darf im öffentlichen Raum in einem bestimmten Gebiet Personen kurzfristig anhalten, befragen, ihre Identität feststellen und mitgeführte Sachen in Augenschein nehmen, soweit auf Grund von konkreten Lageerkenntnissen anzunehmen ist, dass in diesem Gebiet Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen werden und die Maßnahme zur Verhütung der Straftaten erforderlich ist.“ Nebenbei: „Straftaten von erheblicher Bedeutung“ sind ein wunderbar schwammiger Begriff, über den Juristen trefflich streiten. Hier waren es übrigens auf Polizisten geworfene Steine. Berlin-Kreuzberg müsste demnach große Teile des Jahres zum G. erklärt werden, aber lassen wir das. Der Ausdruck ist interessant genug. Sprachlich gesehen entsteht ein G. erst, indem es zu einem solchen erklärt wird – siehe die willkürlich von der Polizei gezogenen Grenzen. In der linguistischen Pragmatik spricht man in so einem Fall von einem perlokutiven Sprechakt: Etwas geschieht dadurch, dass es gesagt wird. Es soll eine Wirkung erzeugt werden. Neusprech wird ja gern dazu verwendet, um Bedrohungen zu verharmlosen. Daher müsste die Gegend um die Rote Flora eigentlich Sicherheitszone heißen. Die Hamburger Polizei will aber nicht verharmlosen, sie will offensichtlich aufbauschen, das G. soll bedrohlich klingen. Warum? Wohl um eine Rechtfertigung dafür zu haben, dass dort die Grundrechte außer Kraft gesetzt wurden und nun ein Ausnahmezustand gilt. Doch stellt sich die Frage, wie die Pflicht, einen Personalausweis vorzulegen verhindern soll, dass Polizisten mit Steinen beschmissen werden. Immerhin besteht zwischen den Zuständen *„Ausweis vorlegen“ und „Steine aufheben“ nicht gerade ein ursächlicher Zusammenhang. Es ist auch unwahrscheinlich, dass sich die deutsche Polizei auf die vage Hoffnung verlässt, potenzielle Steineschmeißer würden von ihrem Vorhaben allein deswegen abgeschreckt, weil sie Identitätspapiere mitzuführen haben – beziehungsweise dass die Polizei glaubt, jemand, der Menschen mit Steinen bewerfen will, wäre gleichzeitig so rechtstreu, den geforderten Ausweis bei sich zu tragen. Bleibt also nur eine Schlussfolgerung: Die Ausweispflicht und die Feststellung der Identität dienen als Vorwand, um mal nach Herzenslust jeden ohne Grund durchsuchen und allen so richtig die Harke zeigen zu können. Das soll Stärke demonstrieren. Dabei wirkt es einfach nur hilflos und ist ein Beleg dafür, wie riskant die sogenannte Gefahrenabwehr ist. Siehe auch Schleierfahndung.

Reposted byschlipsnerd schlipsnerd

January 05 2014

Schleierfahndung

Ein Schleier dient dazu, etwas zu verbergen – zu verschleiern eben, vor allem ein Gesicht oder einen anderen Körperteil. Das Wort ist in vielen germanischen Sprachen zu Hause und geht möglicherweise auf einen orientalischen Ausdruck zurück. Die S. hat mit einem Schleier erst einmal nichts zu tun. Die damit bezeichneten Gesetze erlauben es Polizisten der Bundespolizei und Polizisten in einigen Bundesländern, jeden Menschen ohne Verdacht und ohne Anlass anzuhalten und seine Identität festzustellen. Das klingt solange nicht schlimm, bis man sich anschaut, was sie dazu alles dürfen: Sie dürfen nach dem Ausweis fragen, aber sie dürfen die Person auch festhalten und gar in Gewahrsam nehmen, sie dürfen Fingerabdrücke abnehmen und nach besonderen Merkmalen suchen und sie dürfen den Betroffenen oder die Betroffene vollständig durchsuchen und alles, was dabei gefunden wird, gegen ihn oder sie verwenden – selbstverständlich gegen den Willen des Schleierverdächtigen und auch mit Zwang, also mit Gewalt. Wie gesagt, alles ohne Anlass, es genügt ein „Verdachtsschleier“ – was immer das sein soll. Begründung: Das sei unerlässlich, um „international operierende Verbrecherbanden“ bekämpfen zu können, schließlich gebe es ja keine Grenzkontrollen mehr. Drei Landesverfassungsgerichte haben sich schon vor Jahren mit der S. beschäftigt. Selbst das Bayerische Gericht forderte Einschränkungen bei dieser Art der Freiheitsberaubung. Geändert hat sich nichts, die S. ist längst die Regel. Schleierhaft ist auch, warum dabei von Fahndung die Rede ist, wo doch gar nicht gefahndet wird. Schließlich gibt es ganz im Gegensatz zur → Rasterfahndung keinen Verdacht und keinen Sachverhalt, der aufgeklärt werden soll. Es werden keine Taten verfolgt, sie sollen – wie bei allen Überwachungsgesetzen neueren Datums – verhindert werden, bevor sie geschehen. Das ist eine Suche auf gut Glück, bei der Menschen gerne allein deswegen schikaniert werden, weil sie fremd aussehen und bei der jeder zum Verdächtigen wird. Der Ausdruck S. lässt dabei offen, ob hier Bösewichte entschleiert, oder ob umstrittene Überwachungen verschleiert werden sollen. Die Fakten sprechen für das Letztere. Denn die S. hat weder etwas mit Fahndung noch mit Schleiern zu tun und vernebelt, dass hier Menschen grundlos durchsucht und ihrer Freiheit beraubt werden.

December 28 2013

Folge 130: EU-Krise, Wirtschafts- und Finanzpolitik, Bitcoin


Wichtiger Hinweis

Dies ist eine Vorabversion dieser Folge, in der leider ein Piepton im Hintergrund zu hören ist. Wir arbeiten weiterhin darin, dieses Problem zu beheben und liefern in den nächsten Tagen hoffentlich eine Version ohne Piepen aus.

Maha spricht mit Alexander Spies und Matthias Garscha über die EU-Krise und mögliche Reformen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Was ist schiefgegangen? Was ist aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen? Welche Lösungen gibt es für die Krisen? Am Ende geht es auch um die Frage, ob Bitcoin eine Möglichkeit bietet, aus der Krisenspirale auszubrechen.

Podcast

Dauer: ca. 2 Stunde Minuten (direkter Link auf die mp3-Datei), auch als aac, ogg und opus verfügbar; die Aufnahme erfolgte am 6. Dezember 2013 in Berlin. Vorspann: http://www.geldsystempiraten.de/wp/die-schuldenbremse-ist-mull-ulrike-herrmann-bei-den-piraten/

Links

„PW“ verweist auf das Wiki der Piratenpartei, „WP“ auf die Wikipedia, „LQFB“ auf Liquid Feedback

Gesprächspartner

Sonstige Links

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December 12 2013

Folge 32: Diskoidal: Terry Pratchett


Julia, Klaus und Maha sprechen über Terry Pratchetts Scheibenwelt (daher das Adjektiv diskoidal ‘scheibenhaft’). Die Aufnahme erfolgte am 15. November 2013 an der Universität Rostock (ein Foto des Informatikgebäudes findet sich bei den Kapiteltitelbildern).

In dieser Folge setzen wir wieder den Shownote-Import von shownot.es ein, danke an die fleißigen Shownoter: Quimoniz, PeaKant, martinhaase, xMandarinex, DasKlaus. Die Zeitangaben sind nur ein ungefährer Anhaltspunkt wegen des Vorspanns und einiger kleinerer Schnitte. Daran wird noch gearbeitet.

Begrüßung

00:00:00
  • Ankh‑Morpork  
  • Hexengeschichten  
  • Die Nachtwache/The Night Watch  
  • Feucht von Lippenfeldt? aus Going Postal  
  • Erklärung Scheibenwelt

    00:09:23
  • Die Spitzhornberge/Ramtops  
  • Hexen  
  • Achatenes Reich/Agatean Empire  
  • Zweiblum  
  • Brettspiel Scheibenwelt, Ank‑Morpok  
  • Die unsichtbare Universität  
  • Zauberer  
  • Erzkanzler Ridcully  
  • Mac Best  
  • „The german humor is no laughing matter.” (maha)  
  • „enhanced”  
  • Zwerg Stronginthearm  
  • Granny Weatherwax  
  • Samuel Vimes  
  • Die Leserschaft

    02:19:40

    Verfilmungen

    02:25:24
  • Going Postal (2010)  
  • die ersten beiden  
  • Mac Best als Zeichentrick  
  • Gnomentrilogie  
  • Terry Pratchett Hörbücher  
  • Textadventure  
  • Brettspiel  
  • Verabschiedung  
  • Scheibenweld Zeitstrahl  
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    November 28 2013

    Folge 129: Vorschau Bundesparteitag 2013.2


    In Vorbereitung auf den zweiten Piraten-Bundesparteitag in diesem Jahr am 30.11. und 1.12.2013 gehen Christopher und maha besonders auf den allgemeinen Zustand der Piratenpartei im November 2013 ein, bei der Christopher einen organizational burnout konstatiert. Es gibt auch ein paar Vorschläge, wie Abhilfe geschafft werden könnte.

    Podcast

    Dauer: ca. 2 Stunde 15 Minuten (direkter Link auf die mp3-Datei), auch als aac, ogg und opus verfügbar; die Aufnahme erfolgte am 24. November 2013 in Berlin. Vorspann: Ausschnitt aus einer Rede von Christopher Lauer.

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    Gesprächspartner und erwähnte Personen

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    November 25 2013

    Folge 128: Europaprogramm: Light-Antrag


    Maha spricht mit Julia Reda (auch bekannt unter dem Pseudonym: senficon) über Europa, insbesondere den Europa-Light-Antrag für den kommenden Bundesparteitag. Julia ist Sprecherin der Young Pirates of Europe und engagierte Europapolitikerin. Sie plant auch für ein Mandat im EU-Parlament zu kandidieren.

    Podcast

    Dauer: ca. 1 Stunde 19 Minuten (direkter Link auf die mp3-Datei), auch als aac, ogg und opus verfügbar; die Aufnahme erfolgte am 17. November 2013 in Berlin. Vorspann: Ausschnitt aus dem Mannheimer Salon mit Klaus Peukert

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    November 18 2013

    Folge 127: Europapolitik


    Maha spricht mit Alexander Spies über Europapolitik: Alexander ist europapolitischer Sprecher der Berliner Piratenfraktion (und deren Vorsitzender), er hat am Treffen der europäischen Piratenpartei (PPEU) Anfang November in Athen teilgenommen und berichtet über die derzeitige Entwicklung bei den Piraten auf europäischer Ebene. Dabei geht es auch um das gemeinsame Europaprogramm der Piraten.

    Podcast

    Dauer: ca. 2 Stunde 19 Minuten (direkter Link auf die mp3-Datei), auch als aac, ogg und opus verfügbar, die Aufnahme erfolgte am 10. November 2013 in Berlin. Vorspann: aus einer Rede von Alexander Spies.

    Links

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    Gesprächspartner

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    Tags: europa

    November 11 2013

    Schuldenberg

    In der Wohlstandsgesellschaft wird gern mal mehr produziert, als die Leute fressen können, die Folge sind Fleischberge, Butterberge und Müllberge. Außer beim Müll, der sich tatsächlich zu Bergen türmt, handelt es sich dabei um Metaphern, denn höchstens Joseph Beuys hätte Fleisch oder Butter zu einem Berg gestapelt. Bei einem weiteren Berg unserer reichen Gesellschaft, dem Sch., handelt es sich allerdings um eine Art Metaphernbruch. Denn Schulden, die ja ein Mangel sind, lassen sich kaum zu Gebirgen formen. Wenn es denn ein Sprachbild sein muss, dann eher das des Loches – wie in Haushaltsloch eben. Wenn es von solchen Löchern mehr gibt, könnte man vielleicht von Schulden-Käse sprechen, schwerlich jedoch von einem Berg. Geradezu komisch wirkt es, wenn der Berg dann auch noch Einnahmen verschlingt, wie bei Andrea Nahles: „Die Einnahmen nehmen zu, werden aber aufgezehrt, weil der Schuldenberg wächst.“ Eindeutig sprachlicher Käse. Von ganz normalen Schulden zu sprechen, scheint niemanden mehr zu erschrecken, weil Politiker viel zu viele davon verursachen. Da muss offensichtlich schon mit Bergen hantiert werden, um vor der Gefahr zu warnen. Was aber noch keine Regierung dazu bewegt hat, das Löcher buddeln einzustellen und stattdessen Geld aufzutürmen. Neusprech hilft auch nicht immer.

    November 10 2013

    Vorlesung Syntax als Podcast

    Ich bin ein kleines bisschen stolz auf mich: einerseits weil ich endlich wieder zum Bloggen gekommen bin, andererseits weil ich mir einen Traum erfüllt habe: Es gibt jetzt endlich eine aktuelle (noch laufende) Vorlesung von mir als Podcast. Der Titel ist: Grundlagen der Syntax. Zugegeben: nicht das leichteste Thema! Ich hoffe aber, dass es auch über den Kreis meiner Studierenden im Aufbaumodul (also Anfänger mit Vorkenntnissen) Interesse findet.

    Ich nehme ja schon seit 2010 meine Podcasts als Screencast auf, bisher standen Sie aber nur im universitätsinternen Moodle den Studierenden zur Verfügung, dabei wollte ich sie schon immer veröffentlichen. Aus einer Reihe von Gründen habe ich es nicht getan:

    1. Das wichtigste Problem war (und ist) das Urheberrecht: Für eine Vorlesung ist es nötig, auf anderer Leutes Material zurückzugreifen. Wenn das ein Zitat überschreitet (zum Beispiel im Fall von Dialektkarten), ist das problematisch, und ich habe mich nicht getraut.
    2. Jeder macht Fehler, auch ich. Da ich mir während eines Semesters gelegentlich bewusst wurde, dummes Zeug erzählt zu haben, sank meine Motivation, das im Nachhinein zu veröffentlichen.
    3. Die Qualität der Aufnahmen war mir einfach zu schlecht.

    Da ich in jedem Semester eine anonyme Selbstevaluation durch die Vorlesungsteilnehmer durchführe, habe ich erfahren, dass die Studierenden meine internen Vorlesungsaufzeichnungen sehr schätzen. Nun bin ich als Professor ja nicht nur für den geschlossenen Kreis meiner Studierenden da, sondern sollte das, was ich tue eigentlich allen zur Verfügung stellen. Es ist letztlich eine Frage des Mutes und irgendwann musste ich ihn einfach aufbringen. Ich zitiere mal den Wikipedia-Artikel Professur: „Professur (von lateinisch profiteri in der Bedeutung ‚sich öffentlich als Lehrer zu erkennen geben‘)“. Jetzt habe ich es gleich zu Semesterbeginn gemacht. Dann muss ich da auch trotz möglicher Fehler durch!

    Das mit dem Urheberrecht bekomme ich zumindest in diesem Semester ganz einfach in den Griff, denn ich greife einfach auf mein eigenes Material zurück. Das geht natürlich – abhängig vom Thema – nicht immer. An der technischen Qualität arbeite ich noch. Ich habe mir diverse Mikrofone zugelegt und werde sie nach und nach ausprobieren, in der Hoffnung, dass die Qualität immer besser wird. Zur Zeit bin ich jedenfalls noch nicht zufrieden.

    Ein weiteres Problem ist, dass die Video-Dateien sehr groß sind. Eine reine Audio-Version ist auch nicht machbar, weil die gezeigten Folien wirklich wichtig für das Verständnis sind. Ich suche noch ein wenig nach einem alternativen Codec, dieser sollte aber auf allen üblichen Geräten vorhanden sein und die Optik der Vorlesungs-Folien nicht verschlechtern, weil die unbedingt lesbar sein sollten (ich gebe mir da große Mühe, sie nicht zu klein zu machen). Dateien, die zwischen 300 und 700 MB groß sind, lassen sich eben schlecht unterwegs im Mobilfunknetz streamen oder gar herunterladen – gerade wenn die nächste Volumen-Drosselung droht oder der Provider Geld für große Downloads berechnet. BitTorrent ist da jetzt auch nicht wirklich eine Lösung, denn die Uni-Server ertragen die Downloads durchaus und der Interessentenkreis ist zu gering.

    Leider unterstützt meine Universität solche Aktionen gar nicht: Ich musste einen RSS-Feed in das Typo3-CMS hinein hacken, was sehr umständlich ist. Dafür kann ich jetzt Feed-XML-Dateien im Schlaf erstellen. Es gibt aber keine richtige Plattform, auf der ich auch Kommentare empfangen kann. Wir haben zwar ein Moodle, aber das funktioniert nur uni-intern. Die Idee, dass die Universität eigentlich für alle da ist und daher auch sein Angebot der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen muss, ist da leider noch nicht angekommen. Ich habe überhaupt das Gefühl, dass es kaum Leute gibt, die so ein öffentliches Angebot machen. Ja, es gibt iTunesU, an dem sich auch deutsche Unis beteiligen, aber das ist ja im Grunde eine geschlossene Plattform, auf der sich Apple das Material aneignet, das noch dazu nur mit einer Anmeldung zugänglich ist. Das widerspricht der Idee frei zugänglicher Bildung.

    Die Vorlesung steht natürlich unter der Creative-Commons-Lizenz cc-by-sa 3.0 für Deutschland, schließlich bin ich ja schon für meine Arbeit bezahlt worden.

    Leider kann ich – da es sich um eine Uni-Plattform handelt – nicht nachvollziehen, wie viele Leute sich die Vorlesung herunterladen (direkter Link auf den Feed), eine Kommentarfunktion fehlt ebenfalls, Flattr kann ich auf einer Uni-Seite auch nicht einsetzen (um wenigstens durch die flattr-Klicks ein Feedback zu haben). Daher bitte ich diejenigen, die ein Feedback geben wollen, dies hier oder per E-Mail zu tun. Obwohl die Syntax natürlich eine etwas kultur:~$">esoterische Disziplin ist, hoffe ich auf etwas Interesse.

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